Im Notfall: 112
Mädewalder Weg 23, 12621 Berlin
Verhalten im Brandfall Fettbrände Rauchmelder Feuerlöscher
Im akuten Notfall zählt jede Sekunde: Wählen Sie sofort den Notruf 112. Die folgenden Informationen dienen der Vorbeugung und Vorbereitung, ersetzen aber im Ernstfall nicht den Notruf.

Verhalten im Brandfall

Brand in der Wohnung

Brennt es innerhalb der Wohnung, gilt es, den Gefahrenbereich schnellstens zu verlassen. Warnen Sie Angehörige und Mitbewohner und bringen Sie sich selbst sofort in Sicherheit. Beim Verlassen der Wohnung ist möglichst darauf zu achten, Türen und Fenster — vor allem Zimmer- und Wohnungstüren — zum Brandraum zu schließen, um eine weitere Ausbreitung von Feuer und gefährlichem Rauch zu verhindern.

Drei Schritte beim Verhalten im Brandfall: Tür schließen, tief halten, Treppe und Notruf nutzen

Bei bereits dichtem Rauch bewegen Sie sich in Bodennähe, da Rauch immer nach oben in Richtung Decke steigt. Wenn Sie aus der Wohnung raus sind, benutzen Sie keine Aufzüge, sondern ausschließlich die Treppe als Rettungsweg. Alarmieren Sie unverzüglich unter dem Telefonruf 112 die Feuerwehr und erwarten Sie diese, um sie einzuweisen und wichtige Informationen weiterzugeben.

Eine eigenständige Brandbekämpfung nehmen Sie erst nach der Rettung gefährdeter Menschen und der Alarmierung der Feuerwehr auf — und auch nur dann, wenn Sie sich nicht selbst in Gefahr begeben. Sie sollten kein Risiko eingehen! Bei Kleinbränden können Sie das Feuer oft mit einem Feuerlöscher löschen. Fett- und Ölbrände sollten Sie niemals mit Wasser löschen — es droht Explosionsgefahr! Brennende Personen sollten ebenfalls mit einem Feuerlöscher gelöscht werden; dabei den Löschmittelstrahl auf die Brust richten, um Flammen vom Gesicht und Halsbereich fernzuhalten.

Brand außerhalb der Wohnung

Wenn es außerhalb der Wohnung brennt oder das Treppenhaus mit Rauch verqualmt ist und somit ein gefahrloser Weg ins Freie nicht mehr möglich ist, bleiben Sie unbedingt in der Wohnung und lassen Sie die Wohnungstür geschlossen. Alarmieren Sie unverzüglich die Feuerwehr unter 112. Bewahren Sie Ruhe, machen Sie sich anschließend am Fenster oder Balkon bemerkbar und warten Sie auf die Feuerwehr — diese bringt Sie über die entsprechenden Rettungswege ins Freie oder kommt direkt zu Ihnen in die Wohnung, um Sie mit Fluchthauben aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Verhalten bei Fettbränden

Entstehung

Fettbrände entstehen, wenn Fette oder Öle, die in Kochgefäßen erhitzt werden, eine zu hohe Temperatur erreichen und sich ab einer bestimmten Temperatur (etwa 350 Grad) selbst entzünden. Meistens entstehen Fettbrände durch Unachtsamkeit — etwa durch Ablenkung durch Telefonate oder mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Ist der Fettbrand erst einmal entstanden, erreichen die hoch schlagenden Flammen meistens die Dunst- und Abzugshaube, deren Filter durch Öl- und Fettdämpfe bereits verschmutzt und leicht entzündbar sind. Oft entzünden sich auch Gegenstände in unmittelbarer Umgebung wie Topflappen oder Küchenrollen — der Brand breitet sich weiter aus und erreicht auch die Küchenschränke. So entsteht aus einem Fettbrand schnell ein Vollbrand.

Darum gilt

Vergleich: Niemals Wasser auf einen Fettbrand gießen, sondern den Topf mit einem Deckel ersticken

Rauchmelder

Warum Rauchmelder?

Die Mehrheit der Brandtoten stirbt an einer Rauchgasvergiftung — das Einatmen von Rauch kann tödlich sein. Brandrauch breitet sich sehr schnell aus und ist nicht zu hören. Innerhalb kürzester Zeit kann er nach Ausbruch des Feuers die gesamte Wohnung füllen. Das im Brandrauch enthaltene Kohlenmonoxid lässt Menschen bewusstlos werden und ersticken. Oft überrascht der Rauch die Menschen im Schlaf. Der laute Alarm eines Rauchmelders kann Sie rechtzeitig warnen und Ihnen wertvolle Minuten schenken, um Angehörige in Sicherheit zu bringen, die Feuerwehr zu alarmieren oder den Entstehungsbrand zu bekämpfen.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Der Rauchmelder führt in bestimmten Zeitabständen Messungen durch. In einer Messkammer wird dabei eine für das menschliche Auge nicht sichtbare Lichtquelle aktiviert. Treten Rauchpartikel in die Messkammer ein, entsteht durch Reflexion ein Streulicht, das auf eine Fotozelle trifft — diese löst dann das laute akustische Alarmsignal aus. Geprüfte Rauchmelder haben meist sensible Sensoren, die bei Zigaretten- und Kerzenrauch keinen Fehlalarm auslösen.

Wo sollten Rauchmelder montiert werden?

Jeweils mindestens einen Rauchmelder sollten Schlaf- und Wohnräume, Flure mit Rettungswegen sowie Kinderzimmer haben. In Küche und Badezimmer sollte kein Rauchmelder montiert werden, da aufsteigende Wasserdämpfe Fehlalarme verursachen können. Als Mindestschutz gilt wenigstens ein Rauchmelder pro Wohnung an zentraler Position; in mehrstöckigen Häusern ein Rauchmelder pro Etage und Wohnung. Auch im Keller und auf dem Dachboden ist eine Installation sinnvoll, da sich dort oft unbeobachtete Brände entwickeln. Rauchmelder werden an der Decke in der Raummitte angebracht, für eine sichere Frühwarnung.

Grundriss-Schema mit empfohlenen Rauchmelder-Positionen in Schlafzimmer, Wohnzimmer, Flur und Kinderzimmer

Wo bekommen Sie Rauchmelder und was kosten sie?

Rauchmelder erhalten Sie im Elektrofachgeschäft, Baumarkt, Kaufhaus, Warenhaus oder Versandhandel. Der Preis liegt je nach Ausstattung zwischen 10 und 50 Euro — das sollte Ihnen Ihre Sicherheit wert sein. Weitere Informationen unter rauchmelder-lebensretter.de.

Feuerlöscher

Allgemeines

Einsatztaktik

Übersicht Brandklassen

Brandklasse A — Brände von festen Stoffen · Brandklasse B — Brände von flüssigen Stoffen · Brandklasse C — Brände von gasförmigen Stoffen · Brandklasse D — Brände von Metallen · Brandklasse F — Brände von Fetten und Ölen

Übersicht der Brandklassen A bis F mit Symbolen für feste Stoffe, Flüssigkeiten, Gase, Metalle und Fette
Bauartbezeichnung A B C D F
Wasserlöscher (W)
Schaumlöscher (S)
Pulverlöscher mit Glutbrandpulver (PG)
Pulverlöscher mit Metallpulver (PM)
Pulverlöscher mit Spezialpulver (P)
Kohlendioxidlöscher (K)
Fettbrandlöscher (F)